Quarz ist eines der häufigsten Mineralien auf dem Planeten und kommt in vielen Verbindungen vor. Da diese im Einzelnen für unser Thema nicht relevant sind, geht es im Folgenden nur um die makrokristalline Ausformung von Siliziumdioxid - im Folgenden SiO2 genannt - welche man landläufig als Quarzkristalle bezeichnet und welche über die spezifischen Eigenschaften verfügen, die wir in der Energiearbeit nutzen können.
Künstlerische Darstellung: Quarz entsteht aus einer heißen, übersättigten Lösung.
Quarzkristalle können auf zwei Arten entstehen. Zum einen in magmatischer Schmelze, wenn Diese innerhalb des Erdmantels verbleibt und langsam abkühlt. Da in diesem Fall innerhalb der Schmelze jedoch zunächst andere Mineralien auskristallisieren, bleibt für Quarz am Ende wenig Raum und derartige Kristalle entsprechen selten dem Idealbild eines Quarzkristalles. Für die Energiearbeit sind sie daher wenig geeignet, können aber durch ihre Erfahrung, sich noch Raum in den letzten Winkeln zu erkämpfen, bei Themen der Einengung und Abgrenzung sehr wertvoll sein.
Der zweite Weg der Entstehung ist der aus wässrigen, silikatreichen Lösungen. Die Voraussetzung dafür sind Gasblasen, die in magmatischen Schmelzen entstehen und bei der Abkühlung Hohlräume hinterlassen, die sich dann mit mineralreicher wässriger Lösung aus dem Umgebungsgestein anfüllen.
Diese Lösung hat in der Regel eine Temperatur von 100 bis 450 °C und kühlt langsam ab. Höhere Temperaturen können bei höherem Druck ebenfalls zur Ausbildung von Kristallen führen. Eine heiße Flüssigkeit kann mehr Stoffe in sich lösen, als eine Kalte. Das sollte jedem Menschen klar sein, der schon ein mal versucht hat Zucker in kalten Kaffee einzurühren. Man spricht dabei von Sättigung.
In der wässrigen Lösung verteilte SiO2-Moleküle und Ionen
In Abb. 1 liegt, auf Grund hoher Temperaturen, eine ungesättigte Lösung vor, in der SiO2 und Li+-Ionen gelöst sind. So eine heiße Lösung ist erreicht den Punkt der Sättigung erst viel später als eine Kalte und wenn nun eine heiße Flüssigkeit abkühlt, sinkt auch ihre Fähigkeit gelöste Stoffe zu halten.
Ausfällung winziger Quarzkristalle durch Abkühlung und folgender Übersättigung
In diesem Fall spricht man von Übersättigung und, wie in Abb 2. zu sehen, beginnen die gelösten Moleküle auszufällen und an einander anzulagern. Je langsamer der Abkühlungsprozess abläuft, um so weniger Einzelkristalle bilden sich in der Lösung und um so größer werden dann die einzelnen Kristalle. Je weniger Fremdstoffe sich in der Lösung befinden, um so klarer werden die Kristalle. So sind z. B. Quarzkristalle aus Arkansas beinahe glasklar und eignen sich sehr gut für die Energiearbeit. Da sie jedoch eine in dem Sinne unspektakuläre Entstehungsgeschichte haben, sind sie bei der Lösung spezifischer Themen nicht so gut geeignet, wie z. B. ein Quarzkristall, der mit anderen Mineralien um den Raum konkurrieren, andere Mineralien einbauen oder geologische Erschütterungen durchmachen musste.
In Abb. 3 sind nun alle Moleküle aus der Lösung ausgefällt. Bei Quarzkristallen ist dies in der Regel dann der Fall, wenn die Temperatur der Lösung ca. 100 °C erreicht. Es befinden sich nun keine freien Moleküle mehr in der Lösung und das Wachstum des Kristalls endet. Durch einen späteren Einstrom neuen Materials in die Lösung und/oder erneute Temperaturerhöhung kann es jedoch vorkommen, dass die Kristalle weiter wachsen. Dann kommt es zur Bildung von Wachstumszonen und sog. Phantomkristallen. Mitunter, wenn z. B. durch einen erneuten Einstrom von Material mehr gelöste Moleküle vorliegen als beim ursprünglichen Entstehungsprozess, kommt es zu einem stärkeren Wachstum und es entstehen sog. Szepterkristalle, bei denen der spätere Wachstumsabschnitt größer ausfällt als der Ursprüngliche.
Ende des Kristallwachstums nach Ausfällung aller freien SiO2-Moleküle
Jeder Quarzkristall ist ein Individuum, dass auf seinem Lebensweg Erfahrungen gemacht hat. Das haben sie mit allen anderen Mineralien gemeinsam. Der Unterschied zu anderen Mineralien besteht in der Vielfalt der möglichen Erfahrungen und wenn man ganze Bücher mit den Eigenschaften von Mineralien füllen kann, so kann man ein ganzes Buch über die Wachstumsformen von Quarz verfassen. Kein Quarzkristall ist wie der andere und das macht sie und ihre Erfahrungen so einzigartig und wertvoll. Und auch wenn ein Quarzkristall vielleicht die Schritte seiner Entstehung bereits durchlaufen hat, so macht er auch weiterhin Erfahrungen.
Wenn du mit einem Quarzkristall arbeiten möchtest, dann mache dies in dem Bewusstsein, dass du es mit einem lebenden, wachsenden Wesen zu tun hast, das den Weg zu dir gefunden hat, um eine weitere Erfahrung zu machen! Gehe in den Austausch und versuche seine Geschichte zu verstehen! Quarzkristalle sind wie Bücher. Wer sie zu lesen weiß, hat immer einen Helfer an seiner Seite, der sich mit schwierigen Lebenslagen auskennt. Und wie es sich mit jedem Individuum verhält, wollen auch Quarzkristalle mit Respekt behandelt werden. Die Arbeit mit einem Kristall ist insofern immer auch eine Beziehung und wie liebevoll Diese ausfällt, hängt zum großen Teil advon ab, wie bewusst du diese Beziehung pflegst
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